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Medikamentöse Vorbeugung
  Bestimmte Medikamente, die die Blutgerinnung beeinflussen, dienen der Vorbeugung einer Thrombose.

NIEDERMOLEKULARE HEPARINE

Es gibt Medikamente, die so genannten niedermolekularen Heparine, die der Entstehung einer Thrombose vorbeugen. Diese Medikamente müssen mittels einer kleinen Spritze subkutan, das heißt unter die Haut, verabreicht werden, ähnlich wie bei zuckerkranken Menschen das Insulin. Sie können sich diese Spritze entweder in die Bauchdecke oder in den Oberschenkel geben.

Anwendung der Heparin-Injektionen

Auch wenn Sie vielleicht ein wenig Unbehagen verspüren, sich selbst zu stechen, können Sie die Injektion nach einer Einschulung durch Ihren Arzt leicht selbst durchführen. Durch die dünne Nadel ist es nahezu schmerzfrei. Ein Tipp: Haben Sie Angst vor der Nadel? Dazu besteht kein Grund mehr: Es gibt inzwischen Pens, ähnlich Insulin Pens, die Ihnen das Einstechen und die Verabreichung der richtigen Dosis abnehmen - und die Nadel ist fast nicht sichtbar.

Bedienungsanleitung Heparin-Pen (pdf-Dateien zum Downloaden)

Spritzanleitung Heparin-Pen deutsch downloaden

 
Hier finden Sie die Anleitung zur Injektion: (pdf-Dateien zum Downloaden)

Deutsch
Englisch
Italienisch
Russisch
Serbisch
Türkisch
Kroatisch

Zeitpunkt der Injektion:

•  1-3 Stunden vor dem Abflug
•  Wirkung hält 24 Stunden an

Falls Ihre Anreise länger als 24 Stunden dauert, und Sie nach Ankunft an Ihrem Urlaubsort nicht sofort wieder normale Bewegung machen, kann eine zweite Injektion notwendig sein. Für den Rückflug gilt das Gleiche!

Aufbewahrung der Spritzen/Pens

Schützen Sie die Spritzen - wie auch Ihre anderen Medikamente - vor allzu großer Hitzeeinwirkung, am besten, Sie lassen sie im Hotelzimmer bei Raumtemperatur. 

Acetylsalicylsäurehaltige Arzneimittel?

Die vorbeugende Einnahme von acetylsalicylsäurehaltige Arzneimittel ist wirkungslos, da Acetylsalicylsäure in erster Linie auf die Blutplättchen (Thrombozyten) wirkt und praktisch keinen Einfluss auf die Thrombusbildung in den Venen hat.

Zu diesem Thema konnten wir auch ein Interview mit Prof. Watzke führen, der die Wichtigkeit der Thromboseprophylaxe darlegt:

Bild: Prof. Watzke

Univ. Prof. Dr. Herbert WATZKE

Univ. Klinik für Innere Medizin I, AKH Wien
Leiter der Palliativstation
Curriculum Vitae:
Promotion 1980, Habilitation 1991 
Facharzt für Innere Medizin 1989 
Additive Fächer: Kardiologie 1991, Hämatologie Onkologie 1996 
Mitglied der Österreichischen Gesellschaft für Innere Medizin,
der Wiener Gesellschaft für Innere Medizin,
der Österreichischen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie,
der Österreichischen Gesellschaft für Kardiologie
Forschungsschwerpunkt  Palliativmedizin & Blutgerinnungsstörungen 

 
Das Interview mit Dr. Watzke können Sie hier hören (© SAT1 2006):
Interview abspielen

Zuletzt geändert am 08. März 2009